Vom 17. bis 21. September traf Orschel in Bonn gewissermaßen auf Épinay-sur-Seine. Insgesamt 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 15 aus unserer französischen Partnerstadt waren beim städtepartnerschaftlichen Treffen im geschichtsträchtigen Bonn dabei.
Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck sind alle nach erlebnisreichen Tagen mit dem Zug wieder wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Der VFOS - hier waren Birgit und Christian Röher verantwortlich - hatte die fünftägige Begegnungsreise organisiert und ein sehr abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.
Am Ankunftstag trafen sich die beiden Gruppen am späten Nachmittag im Gustav-Stresemann Institut in Bonn, wo auch übernachtet wurde (danke an unser Mitglied Sabine Lindert für den wunderbaren Übernachtungstipp). Beim gemeinsamen „Get together“ und später beim Abendessen gab es viel zu erzählen. Wo deutsche, französische oder englische Sprachkenntnisse nicht ausreichten, halfen nicht nur zum Auftakt, sondern auch an allen anderen Tagen Mimik und Gestik sowie diverse digitale Übersetzungsprogramme der Smartphones weiter. Zudem konnten die mitgereisten Eleven des VFOS-Kurses „Französisch für Anfänger“ ihre neuerworbenen Sprachkenntnisse gleich ausprobieren, was übrigens hervorragend gelang. Vieles wurde gemeinsam gemacht, Zeit für individuelle Erkundungen war auch ausreichend vorhanden.
Im Mittelpunkt der Begegnung in Bonn standen mit dem Besuch des „Adenauer-Hauses“ in Rhöndorf sowie des „Hauses der Geschichte“ die Entwicklung Deutschlands nach dem Ende des 2. Weltkrieges und die damit verbundene Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Zudem stand ein gemeinsamer Besuch im Beethoven-Haus auf dem Programm. Bei getrennten Führungen in deutscher und französischer Sprache erfuhren die Gruppen jeweils viel Wissenswertes, darunter auch so manche Anekdote. Zudem gab es ausreichend Gelegenheit, um Fragen zu stellen und das Gehörte weiter zu vertiefen. Abgerundet wurden die gemeinsamen Tage durch einen Besuch im Bonner Münster, individuellen Erkundungen der Innenstadt sowie von einem Ausflug mit Schiff und Zahnradbahn zum Drachenfels im Siebengebirge.
Auch wenn sich das Wetter ausgerechnet beim Ausflug sehr durchwachsen und zum Teil stürmisch zeigte, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. An den Abenden blieb genügend Zeit für sportlichen Aktivitäten wie Tischtennis, Dart, Billiard oder Tischkicker im Hotel sowie für zahlreiche Diskussionen zu unterschiedlichsten Themen. Beim Abschiedsessen in einem Bonner Brauhaus kam dann deftige rheinischer Küche auf den Tisch.
Anhand der Bilder kann man die Reise ein bisschen nachvollziehen. Für die 15 französischen Reiseteilnehmer gab es am Abreisetag übrigens noch eine Stadtführung in Köln und einen Besuch im Kölner Dom, bevor es dann mit dem Zug zurück nach Paris und weiter nach Épinay-sur-Seine ging. Die Teilnehmer aus Oberursel reisten direkt von Bonn mit dem Zug am Rhein entlang zurück nach Hause.
Solche städtepartnerschaftlichen Treffen am 3. Ort haben im VFOS durchaus Tradition. In der Vergangenheit gab es als Ergänzung zu unseren klassischen Bürgerreisen in die Oberurseler Partnerstädte u.a. bereits Begegnungen in Verdun, Cannes, Meaux, in Berlin und in der Normandie. Der Vorteil bei allen VFOS-Reisen: man reist mit Gleichgesinnten und erhält durch die freundschaftlichen Begegnungen in den Partnerstädten oder am „3. Ort“ sehr individuelle und zugleich tiefe Einblicke in ein anderes Land, in dessen Kultur und Geschichte, besser als es eine touristische Reise je könnte.
Ihr habt Lust bekommen auch einmal dabei zu sein? Dann einfach anmelden, wenn wir wieder eine Reise anbieten oder seid einfach dabei, wenn Gäste aus den Partnerstädten in Oberursel zu Besuch sind. Somit lassen sich Freundschaften knüpfen.
Unser aller Dank für die vorzügliche Planung und Durchführung - und hier sind auch die positiven Rückmeldungen unserer französischen Freunde eingeschlossen - gehen an Birgit und Christian. Alle wurden umfangreich und täglich von Birgit informiert, Christian führte uns sicher und fachkundig durch den öffentlichen Nah- sowie Schienenersatzverkehr. Ganz lieben Dank an euch beide von allen Reisebeteiligten.