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Verein zur Förderung der Oberurseler Städtepartnerschaften e.V.

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Lomonossow

Drehleiter sorgt für neue Arbeitsplätze

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Von Manuela Messerschmidt Oberursel.

"Herzlich willkommen in Oberursel." Mit diesen Worten begrüßten Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), der Erste Stadtrat Dieter Rosentreter (FPD) sowie Brandschutzdezernent und Stadtkämmerer Josef Gab (CDU) die Gäste aus der russischen Partnerstadt Lomonossov im Rathaus. Vier Mitglieder der örtlichen Feuerwehr waren nach Deutschland gereist, um ihre Freunde bei der Oberurseler Feuerwehr zu besuchen und ihnen sowie der Stadt persönlich für ein großes Geschenk zu danken.

Im Mai diesen Jahres hatten sich Stadtbrandinspektor Ralf Frank und der Gerätewart der Wehr Oberursel, Alexander Wehrheim, auf den Weg nach Lomonossow gemacht, um die ausgemusterte Drehleiter vom Typ DLK 23/12, die seit 1976 im Einsatz für die Wehr Oberursel-Mitte war, in die Partnerstadt zu überführen (wir berichteten). Dort ist sie mittlerweile in den Dienst der russischen Feuerwehr getreten.

"Das war eine ganz schön abenteuerliche Fahrt", blickte Alexander Wehrheim zurück : "Die Fahrt nach Rostock und das Übersetzen mit der Fähre nach Sankt Petersburg verlief ohne Schwierigkeiten. Probleme gab es erst am Sankt Petersburger Zollhafen, denn dort wurde das Hub-Rettungsgerät fast drei Tage lang fest gehalten, da die Zollbeamten wohl die Unterlagen der Überführung nicht gefunden haben", berichtete der Gerätewart. Am Ende waren nur noch zwei Stunden Zeit geblieben, um den russischen Kollegen den Umgang mit dem Fahrzeug zu erklären. "Hier in Deutschland müssen wir Feuerwehrleute eine einwöchige Schulung besuchen, um die Funktionen des Fahrzeugs zu beherrschen", fügte Ralf Frank hinzu. Dieser hatte schon eine enge Freundschaft zum Leiter der Feuerwehr Lomonossow, Andrej Belyanskij, knüpfen können, der einige Geschenke mitgebracht hatte und sie nun im Rathaus den Feuerleuten sowie dem Bürgermeister übergab. Dabei erzählte er, dass die Feuerwehr in der russischen Stadt schon vor der offiziellen Partnerschaft in Kontakt mit den Oberurselern getreten war. "2001 haben wir engen Kontakt nach Peterhof, zu dessen Verwaltungsbereich wir nun gehören, gesucht", übersetzte die Dolmetscherin Maria Ebel die Worte des russischen Feuerwehrmanns. Da Peterhof mit Bad Homburg verschwistert ist, habe es Kontakte zu Homburgs Stadtbrandinspektor Michael Koch gegeben. Dieser habe von der Feuerwehr in Oberursel erzählt. "Als 2002 Erster Stadtrat Dieter Rosentreter und Dr. Roswitha Rietschel-Kluge vom Partnerschaftsverein den ersten Besuch in Lomonossow abstatteten, luden wir die Oberurseler zu einem Essen und zu einer Übung der Feuerwehr ein", so Belyanskij.

Mit der Ankunft der "neuen" Leiter in Lomonossow hat sich dort einiges verändert. Wie berichtet, musste das Gerätehaus ausgebaut werden, da das deutsche Fahrzeug nicht in die Halle passte. "Die Bauarbeiten gehen voran", bestätigte Brum, der sich bei seinem jüngsten Besuch in Lomonossow im Sommer selbst ein Bild machen konnte. "Dass durch unsere Drehleiter in der Partnerstadt zehn neue Arbeitsplätze geschaffen worden sind", war für Alexander Wehrheim das Schönste an der Reise nach Russland. "Wir finden es sehr wichtig, dass unter den einzelnen Wirtschaftssparten der Städte Freundschaften entstehen, da hier ein fachlicher Austausch zwischen den Branchen stattfinden kann", freute sich der Rathauschef.

Aus: Taunus-Zeitung vom 17.10.2005

Gaeste und Gastgeber der Feuerwehrbegegnung stellen sich zusammen mit Vertretern des Partnerschaftsvereins dem Fotografen

 

Lomonossowerin beim Oberurseler Kerbelauf 2003 und 2005

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Mit Maria Lew nahm am 18. Oktober 2003 zum zweiten Mal ein Teilnehmer aus Oberursels russischer Partnerstadt Lomonossow am Kerbelauf teil. Die 23-jährige Sportlehrerin an der Lomonossower Schule Nr. 426 kam beim 5000-Meter-Lauf unter den Frauen auf den fünften Platz. Als Teilnehmerin mit der weitesten Anreise erhielt sie einen Ehrenpokal. Sie hatte bereits im Mai am Brunnenfestlauf teilgenommen und dabei den dritten Platz der Frauen belegt. Alexander Pelimskij, der 2004 Schnellster beim 5.000-Meter-Lauf war und diesmal eigentlich beim 10.000-Meter-Lauf hatte mitmachen wollen, musste seine Teilnahme wegen Erkrankung kurzfristig absagen.

Maria Lew aus Lomonossow beim Kerbelauf

Maria Lew hielt sich eigens zum Kerbelauf in der Brunnenstadt auf und war Gast des Partnerschaftsvereins. Dessen Vorsitzender, Dr. Christoph Müllerleile, bedauerte das Fernbleiben von Teilnehmern aus den anderen Partnerstädten, deren Sportgremien alle angesprochen worden seien. Er hoffe, dass sich im Zuge der Jubiläumsfeiern im nächsten Jahr das Interesse der Partnerstädte an Oberurseler Sportereignissen wieder etwas beleben werde.

Im vergangenen Jahr war der 41-jährige Sportamtsleiter der Stadt Lomonossow, Michail Winogradow, beim Kerbelauf erster Teilnehmer aus der Partnerstadt Lomonossow an einem Oberurseler Sportereignis gewesen. Zu Pfingsten 2003 kam erstmals eine Fußballmannschaft aus Lomonossow in die Brunnenstadt, um am Pfingstturnier des Sportclubs Eintracht teilzunehmen.

 

Unternehmer sollen stärker von Partnerschaft profitieren

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Oberursel und Lomonossow vereinbaren Zehn-Punkte-Plan / Hilfe aus dem Taunus für Behinderten-Tagesstätte in Russland

Mit einem Zehn-Punkte-Plan wollen Oberursel und Lomonossow ihre Städtepartnerschaft weiter ausbauen: Für 2006 ist ein Treffen von Unternehmern aus beiden Städten geplant. Außerdem soll in Lomonossow mit Oberurseler Hilfe eine Tagesstätte für behinderte Menschen entstehen.

OBERURSEL. 31. JULI - TWE . 2006 werden sich im Konstantin Palais bei Lomonossow die Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen (G8) treffen. Offensichtlich haben sich die Verantwortlichen der Partnerstädte bei einem Besuch des Palais vor wenigen Tagen davon inspirieren lassen. Jedenfalls wollen sie von nun an ebenfalls jährlich ein "Gipfeltreffen" abhalten. So steht es in dem Papier, das Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP), und Valentin Schewtschenko, Verwaltungschef des Bezirks Peterhof, gestern vorgestellt haben. Lomonossow ist Teil des Bezirks Peterhof. Nicht nur die Politiker sollen sich treffen. Auch die Kontakte zwischen den Bürgern wollen die Partnerstädte ausweiten.

Zusätzlich zu den schon existierenden Bürgerreisen und Treffen von Jugendgruppen und Kulturschaffenden sollen sich in Zukunft auch Unternehmer aus beiden Orten besser kennen lernen – und nicht zuletzt miteinander Geschäfte machen. "Besonders der Tourismusbereich ist sehr interessant", sagte Dieter Rosentreter. Etwa fünf Millionen Touristen pro Jahr besuchten den Bezirk Peterhof, die direkt am Finnischen Meerbusen liegt. "Die meisten müssen derzeit noch in St. Petersburg übernachten, weil es vor Ort nicht genug Hotels gibt." Außerdem werde sich Lomonossow bis 2010 zu einem Verkehrsknotenpunkt entwickeln. So sei eine Ringautobahn geplant, die die östliche und westliche Küste der Finnischen Bucht verbindet. "Dadurch werden alle Fahrzeuge aus Skandinavien direkt nach Lomonossow kommen", kündigte Valentin Schewtschenko an. Und auch der Hafen der 45.000-Einwohner-Stadt Lomonossow soll erweitert werden – unter anderem durch einen Frachthafen.

Weitere wichtige Vorhaben in dem Zehn-Punkte-Plan sind der Aufbau einer Beratungsstelle und einer Tagesstätte für Behinderte in Lomonossow, der regelmäßige Austausch von Verwaltungsmitarbeitern sowie die Vermittlung von Praktika für Jugendliche aus beiden Städten.

Der Leiter der Gebietsverwaltung Petrodworez Valentin Schewtschenko in Oberursel

 

Nach der Reise ein anderes Russlandbild

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von Rainer Hoffmann

Bürgerfahrten des Oberurseler Partnerschaftsvereins sind keine Vergnügungsreisen. Aber sie bleiben lange in Erinnerung. Darin waren sich auch die 48 Teilnehmer der einwöchigen dritten Bürgerreise in die russische Partnerstadt Lomonossow einig, die am Sonntag, 31. Juli 2005, zu Ende ging. Viele neue Kontakte zwischen Heimatforschern, Pädagogen, Künstlern und anderen Multiplikatoren wurden geknüpft. Auch Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum sorgte als privater Mitreisender dafür, dass die Tage an der Ostsee nicht nur mit gutem Essen und viel Wodka der überaus gastfreundlichen Russen vorübergingen.

Natürlich standen auch touristische Ziele auf dem Fahrtprogramm. Doch unter dem Eindruck des Kriegsendes vor sechzig Jahren hatten die Organisatoren Dr. Roswitha Rietschel-Kluge und Rainer Hoffmann vom Verein zur Förderung der Oberurseler Städtepartnerschaften viel Zeit vorgesehen für persönliche Begegnungen und eigene Initiativen. "Wir hatten 2001 und 2003 so viele Programmpunkte eingebaut, dass wir nur von einer Sehenswürdigkeit zur anderen hetzten, ohne genügend Zeit für tiefer gehende Kontakte zu haben", begründete Rietschel-Kluge die flexible Programmgestaltung.

Nach Ankunft am 24. Juli in Lomonossow wurden alle Teilnehmer mit ihren Gastfamilien bekannt gemacht. Danach trafen sich Gäste und Gastgeber im Steineren Saal, wo 2003 der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet worden war, und lauschten einem klassischen Konzert von Interpreten in historischen Kostümen. Hier stießen sie auch auf eine offizielle Delegation der Stadt Oberursel, die in Lomonossow und Peterhof Gespräche geführt hatte und kurz vor der Heimreise stand. Zwei der "Offiziellen", Bürgermeister Hans-Georg Brum und die für Städtepartnerschaften zuständige Sachbearbeiterin Monika Seidenather-Gröbler, schlossen sich wie geplant der Bürgerreise an. Erster Stadtrat Dieter Rosentreter, Geschäftsbereichsleiter Peter Hartmann und der Leiter der Oberurseler IB-Behindertenhilfe, Udo Keidel-George, traten am Montag die Rückreise an.

Am Montag stand zunächst die Besichtigung der Brotfabrik "Lana" in Lomonossow auf dem Programm. Alle Produkte werden nur aus Rohstoffen ohne Geschmacksverstärker, Haltbarkeitsmacher und sonstige Zusätze hergestellt. Anschließend ging es zur gemeinsamen Fotoausstellung mit Künstlern aus Lomonossow und Oberursel im Kultursaal, nachmittags zu einem neuen privat geführten Gesundheitszentrum, das eine ärztliche Behandlung über die staatliche Grundversorgung hinaus vermittelt. Im Gesundheitszentrum ist ein Zahnarzt fest angestellt; weitere Ärzte kommen bei Bedarf aus den Krankenhäusern.

Auf dem Weg entdeckten die Oberurseler die von der Stadt Oberursel gestiftete Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Oberursel Mitte, die seit Mai in Lomonossow ihren Dienst tut.

Am Dienstag fand die obligatorische Stadtrundfahrt nach St. Petersburg statt, verbunden mit der Niederlegung eines Blumengebindes auf dem Piskarowskoje Friedhof zum Gedenken an die mehr als eine Million Opfer der Belagerung von Leningrad im 2.Weltkrieg. "Dieser Friedhof lässt uns die Dimension von Krieg ergreifend erkennen", sagte Rainer Hoffmann in einer Ansprache. Marina Achromowa von Lomonossower Partnerschaftsverein "Kalinka" dankte für die Geste der Versöhnung. Es gibt keine Familie im Großraum St. Petersburg, die nicht mindestens einen Verwandten auf diesem Friedhof begraben hat, berichtete sie. Hier liegt auch ihre Schwester, die als Kind die Belagerung nicht überlebt hatte.

Beim anschließenden Picknick, nach orthodoxer Tradition auf dem Friedhof zur Erinnerung und Ehren der Toten, wurden die Erlebnisse vielfach betroffen aufgearbeitet. Abends feierten alle dann schon wieder lockerer im "Chaplin Club" in St. Petersburg und genossen den Auftritt der A-cappella-Gruppe "Chempionki Mira", die im November Auftritte im Brauhaus Oberursel und beim "Ball Russe" in Wiesbaden haben wird.

Mittwochs gab es Gelegenheit für individuelle Programmteile, unter anderem gemeinsames Tanzen und Singen im Kultursaal, Künstlerworkshop im "Haus Anjou" oder eigenes Programm. Bürgermeister Brum, Monika Seidenather-Gröbler und die teilnehmenden Pädagogen trafen sich zu Kooperationsgesprächen in Schulen. Nachmittags besuchten Brum, Seidenather-Gröbler und Rainer Hoffmann das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg, um Details der Visabestimmungen, Praktikantenaustausch und Wirtschaftsförderung zu besprechen.

Am Donnerstag stand der Besuch des Palastes und Park von Pawlowsk auf dem Programm. Nach dem Mittagessen fuhren die Teilnehmer zum St. Petersburger Siegesplatz und besuchten dort das Mahnmal und Museum der Belagerung von Leningrad. Am Freitag ging es zum Sommerpalast Peters des Großen in Peterhof, der Partnerstadt von Bad Homburg. Nachmittags führte Dr. Rietschel-Kluge eine Gruppe in den Lomonossower Jugendclub "Junta" und in einen Kindergarten, der alle besonders beeindruckte. "Sogar die Treppengeländer sind hier auf Kinderhöhe", stellte eine Teilnehmerin erstaunt fest, "und die Kinder lernen schon früh, während die deutschen Kinder viel zu lange nur spielen dürfen".

Am Samstag wurde die Gruppe nach Wünschen aufgeteilt, um die Eremitage oder das Russische Museum mit der aktuellen Marc Chagall Sonderausstellung zu besuchen. Letztere ist weltweit zusammengetragen worden und in der Form bisher nicht ausgestellt worden. Abschließend fand eine Bootsfahrt durch die Flüsse und Kanäle von St. Petersburg statt.

Am Sonntag gab es noch einmal Gelegenheit zur eigenen Programmgestaltung, Zum Beispiel die Bootsparade zum Tag der Flotte in St. Petersburg, zu der Schiffe aus aller Welt zusammen kamen. Die offizielle Feier fand im Park Oranienbaum statt, mit Reden, Kampfschauspiel und Gesang. Beteiligt war auch der Chor "Baltiets", der 2004 beim "Shanty-Festival" in Oberursel aufgetreten war.

Abends hieß es dann Abschied nehmen und den Rückflug nach Deutschland an zu treten. Die russische Gastfreundschaft beeindruckte die Teilnehmer besonders. Sie wurden nie alleine gelassen, damit keiner verloren ginge. Das war auch nötig, denn Programmpunkte und Zeiten wurden nach Absprache unter den russischen Gastgebern kurzerhand improvisiert, ohne dass sie die Übersicht verloren. Unter den deutschen Teilnehmern befanden sich einige mit sehr guten Russischkenntnissen. So mussten die Russen zu ihrem eigenen Erstaunen keine deutschsprachige Reiseleitung stellen. Man verstand sich "mit Händen und Füßen", auch dank der Russisch-Schnellkurse, die die meisten Teilnehmer vor Abreise absolviert hatten und bei denen die Praktikantinnen aus Lomonossow so hilfreich gewesen waren.

"Die Woche ging viel zu schnell vorbei, ich möchte noch bleiben", so ein Teilnehmer. "Mein Russland Bild hat sich komplett verändert", meinte eine Teilnehmerin, "ich komme in jedem Fall wieder". Gelegenheit dazu wird es spätestens 2007 geben, wenn wieder die Bürgerreise des Partnerschaftsvereins nach Lomonossow ansteht. Zum Brunnenfest 2006 in Oberursel wird eine Bürgerreise aus Lomonossow erwartet, und so soll es im gegenseitigen Austausch weitergehen.

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Drei Praktikantinnen aus Lomonossow in Oberursel

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"Der Jugend den Vorrang geben", lautet ein Spruch bei vielen Anlässen. Allein, es fehlt meist die Möglichkeit es um zu setzen. Im Rahmen der Städtepartnerschaft koordiniert Rainer Hoffmann vom VFOS die Betriebspraktika von Jugendlichen aus unseren Partnerstädten. Bedingungen sind gute Deutschkenntnisse und ein Aufenthalt von mindestens 2 Monaten, damit sich für Gastbetrieb und Praktikant gegenseitig ein Nutzen ergibt. Mit Natalie Nikitina kam am 17. Mai 2005 die erste von drei Lomonossower Praktikantinnen dieses Jahres in die Brunnenstadt. Sie hat gleich am nächsten Tag ihr Praktikum am Gymnasium Oberursel angetreten.

Nach dem guten Start in 2004 mit Maria Kirschajewa aus Lomonossow, hat der VFOS diese Initiative auf Epinay und Rushmoor ausgedehnt. Hier mangelt es leider an Interessierten mit ausreichenden Deutschkenntnissen. Die für 2005 bereitgestellten drei Praktikumplätze konnten komplett für Lomonossow genutzt werden, wo Deutschkenntnisse kein Problem sind. Der Dank des VFOS gilt den Gastbetrieben Stadtwerke und SEWO in Oberursel, Gymnasium Oberursel und der Spedition G. L. Kayser am Flughafen Frankfurt.

"Jetzt gilt es für Oberurseler kurze oder längere Praktika in den Partnerstädten oder Umgebung zu organisieren", so Rainer Hoffmann, Initiator des Praktikantenaustausches. Am Brunnenfest haben Interessierte Gelegenheit sich mit unseren Schwesterorganisationen aus den Partnerstädten darüber zu unterhalten.

Diese Praktikuminitiative steht und fällt mit der Möglichkeit Unterkunft zu gewähren. Wer schon heute zusagen kann, im kommenden Jahr 2006 für längere Zeit einen Gast aus unseren Partnerstädten aufzunehmen, den bitten wir um Meldung beim VFOS. Unser Dank gilt insbesondere Jeanou Kommraus und Dr. Roswitha Rietschel-Kluge für deren Hilfe bei Unterkunft, Verpflegung und Familienanschluss, sowie der Praktikavermittlung bei Spedition Kayser bzw. am Gymnasium Oberursel.

Die Praktikumsinitiative steht unter der Schirmherrschaft von Oberursels Erstem Stadtrat Dieter Rosentreter. Während der Winterferien in Lomonossow konnten Dr. Roswitha Rietschel-Kluge und Rainer Hoffmann drei Kandidatinnen in Lomonossow ausführlich interviewen, die sich für einen Praktikumsplatz interessieren.

Alexandra Iljuschetschkina studiert an der Universität St. Petersburg Logistik und Wirtschaft, Marina Smirnowa studiert Kunst und Natalie Nikitina studiert Deutsch und Englisch. Alexandra war bereits in Oberursel zur Bürgerreise 2004 und Marina während der Schultheatertage 2003. Alle sprechen gut bis sehr gut Deutsch, was sie bereits als Dolmetscherinnen während der jüngsten Reise Oberurseler Veteranen nach Lomonossow bewiesen haben, und möchten im Rahmen eines Praktikums ihre Deutschkenntnisse verbessern sowie betriebliche Erfahrungen sammeln. Grundkenntnisse im Umgang mit PC und MS Office bringen alle mit.

Das Praktikum steht und fällt durch Kooperation der Firmen mit einem Praktikumsplatz und Privatpersonen, die ihnen Unterkunft und Verpflegung gewähren. Aufgrund der geringen Einkommensverhältnisse in Russland und im Ausgleich zur erbrachten Arbeitsleistung wird von den Arbeitgebern ein Zuschuss zu den Kosten erbeten.

Von links - Alexandra Iljuschetschkina, Maria Kirschajewa, Natalie Nikitina und Marina Smirnowa

 


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